
"Äs letschts Mau" - so lautete das Motto der zahlreichen, angereisten Bernern. Ein letztes Mal wollte man in den beschissensten Gästesektor nach Thun. Dieser war ziemlich gut gefüllt, ja eigentlich voll. Auch sonst sah man, wohin das Auge reichte, Gelb-Schwarze. Etwa die Hälfte der 8'800 Anwesenden waren YB-Anhänger. Diese waren den Thunern sowohl optisch wie auch akustisch überlegen. Zu Spielbeginn gab es ein Transpi "Thun brönnt", welches entsprechend mit Rauch & Feuer unterstützt wurde.
Eigentlich sprach an diesem Sonntag nichts für YB: schönes Wetter, hoffnungsvolle Berner, die Erinnerung an trostlose Unentschieden aus der Vergangenheit und die Tatsache, dass man Basel überholen konnte. Entsprechend startete YB in die erste Halbzeit, welche ziemlich ereignislos verlief. Pässe wurden zwar vorallem in der Berner Hälfte gespielt, aber so richtig torgefährlich war es dann doch fast nie. War etwa das alte YB zurückgekehrt?
Nach gut einer Stunde Spielzeit kam Häberli dem Thuner Tor gefährlich nah, wurde aber ziemlich unsanft auf den Naturrasen geholt. Ein klarer Penalty und zusätzlich eine rote Karte für den Übeltäter Guldan. Beim folgenden Penalty sah man, dass Fortuna uns doch noch hold war, 1:0 für die Stadtberner!
Nun schien YB ins Spiel gefunden zu haben und in der YB-Viertelstunde gings dann so richtig los. Mit einem schönen Kopfall Häberlis wurde ein Freistoss Yakins in der 77. Minute zum 2:0 verwandelt. Wenig später profitierte Raimondi von einem völlig lustlosen Kick Nymans Richtung Himmel und servierte Yakin die Vorlage zum 3:0 (80.). Raimondi gab sich mit dem Assist nicht zufrieden und schob den Ball in der 86. Minute zum Endresultat 4:0 ein. Der Berner Sektor tobte und wie schon einige Spiele zuvor wurde der "Schwiizer Meischter"-Gesang angestimmt - doch dieses Mal zu Recht, denn YB, zwar punktegleich mit Basel, mutierte mit diesem Sieg zum Tabellenführer. Ein schöner Abschluss war, wie zuvor in Luzern, das gemeinsame "We Love You" mit den Spielern, wobei Wöfli für einmal den Capo spielte. Nun besteht in Bern ernsthafte Modefan-Gefahr, denn wir sind weiterhin auf Meisterkurs!
3 Kommentare:
modefans si ke gfahr, jedä isch froh we ds schtadion ni läär isch :)
auso ig nid
du dumm
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