Montag, 6. April 2009

Xamax away

Wie so oft, wurde La Maladière anlässlich des Spiels zwischen dem Neuchâtel Xamax FC und dem BSC Young Boys auch dieses Mal wieder von einer Vielzahl an Anhängern des Hauptstadtklubs heimgesucht. In Fankreisen der Gelbschwarzen ist man sich zwar nicht über die genaue Zahl an YB-Fans, trotzdem aber darüber, dass fast die Hälfte der 7'783 anwesenden Zuschauer die Young Boys unterstützten, einig. Das Frühlingswetter, die günstigen Reisepreise (der Extrazug kostete für Halbtaxbesitzer gerade mal 10 Franken), die kurze Anfahrt sowie der YB-Entzug aufgrund der Natipause luden ja auch zum Matchbesuch ein. So war der Extrazug, welcher um 2 vor 2 in Bern losfuhr, ziemlich gut gefüllt. Und auch die Stimmung im Stadion war angenehm – die Xamaxer wurden geradezu platt gesungen.
Das Spiel enttäuschte die vielen angereisten Fans jedoch, Neuenburg konnte in der ersten Halbzeit zwei Tore erzielen, triste Gesichter waren in der Halbzeitpause zu sehen. Und zu allem übel waren auch noch sämtliche Pissoirs überfüllt, so dass die Männertoilette dem Neuenburgersee Konkurrenz zu machen schien.
Doch nach der Pause sollte sich alles ändern. Vladimir Petkovic reagierte mit einem Doppelwechsel: Varela und Pereyra mussten zu Gunsten von Urgestein Häberli und Gott genanntem Topjoker Doumbia das Feld räumen. Und tatsächlich hatte sich das träge, ineffiziente Auftreten der Young Boys blitzartig wieder in das oftgelobte Offensivspiel der letzten Partien verwandelt. So war es eben der eingewechselte Häbi, welcher 10 Minuten nach der Pause auf 1-2 verkürzte – und rund zwanzig Minuten später, pünktlich zu Beginn der YB-Viertelstunde, erneut traf. Nun war das Resultat also ausgeglichen, 2-2. Tausende Gelbe und Schwarze jubelten. Doch trotz dieser beachtilchen Leistung würde ein 2-2 lediglich einen Punkt auf das gelbschwarze Konto überweisen, was für die Ambitionen von immer mehr Fans und wohl auch Spieler, einfach zu wenig wäre. Also entschied sich der gebürtige Baselbieter David Degen fünf Minuten vor Ablauf der regulären Spielzeit zu einem weiteren Tor (nein ich mag ihn trotzdem nicht und nein ich pfeife ihn auch nicht aus). YB lag zum ersten Mal in diesem Spiel in Führung. Gefühlte 80 und tatsächliche ca. 8 Minuten sowie einige sehr gefährliche Neuenburger Vorstösse später war nebst dem Jubel auch der Sieg gelbschwarz.
Der Jubel blieb natürlich gelbschwarz und ging – für einige sicher noch lange – weiter.

Nächsten Samstag um 17:45 Uhr spielen die Buben aus Bern im Letzigrund gegen die Hüpfer aus Zürich. Die Party kann weitergehen – an einem Samstag immer auch gerne bis tief in die Nacht.

Der (schiins Schweizerische) FC vom Rhein hat übrigens zwei Punkte liegen lassen, was den Abstand von vier auf zwei Punkte schmelzen lässt. Der andere angeblich Schweizerische FC von der Limmat hat gewonnen und, 3 Punkte vor YB, erneut die Spitze übernommen.

Und die YB2-Schals kommen. Irgendwann. Vielleicht. Be patient, we are Bernese!

1 Kommentar:

remo hat gesagt…

geile bricht..!
,, tausende gelbe und schwarze jubelten,, xD.